Colon-Hydro-Therapie

Der Tod sitzt im Darm

Die Erfahrung lehrt, daß es fast keinen Menschen mehr mit einer idealen Darmfunktion gibt. Durch denaturierte Lebensmittel, fehlerhafte Ernährung und Lebensweise, durch Umweltbelastung, Gifte und Mißbrauch von Medikamenten wird das Gleichgewicht zwischen Mensch und Bakterien zerstört. Genußgifte wie Alkohol und Nikotin schädigen ebenfalls die normale Tätigkeit des Dickdarms. Die tonnenweise Einnahme von Abführpillen wird schweigend hingenommen, obwohl diese die Aktivität der Darmmotorik weiter schwächen. Heute ist es aufgrund der Dysbiose auch zu einer dramatischen Zunahme von Pilzerkrankungen gekommen. Die Gefahr einer ständigen Reinfektion auf die Genitalorgane und das gesamte Hautsystem ist dadurch gegeben. Ein großer Teil der Bevölkerung hat einen gestörten Stoffwechsel durch das Übergewicht krankheitsfördernder Darmbakterien.
 
Die Folge: Sauerstoff gelangt nicht mehr in ausreichender Menge ins Gewebe. Gift- und Abfallstoffe werden nicht mehr schnell genug abgebaut und ausgeschieden. So kommt es zur Selbstvergiftung des Körpers, der Autointoxikation.


Die Folgen sind Vitalitätsverlust, Müdigkeit, Depressionen, Konzentrationsmangel, Aggressivität und Angstzustände. Krankheiten wie Infektionen, Entzündungen, Rheuma, Polyarthritis, Akne, Psoriasis, verschiedene Hauterkrankungen, Hypertonie, Migräne, Allergien und viele weitere Beschwerden werden heute einem nicht-funktionierenden Darm zugeordnet.


DarmImmunvorgänge im menschlichen Körper wurden lange Zeit vom Standpunkt der Infektion gesehen. Inzwischen ist jedoch hinreichend bekannt, daß eine sehr enge Verknüpfung zwischen Stoffwechselvorgängen und Immunsystem besteht. 80 % des Immunsystems befindet sich in der Wand des Dünn- und Dickdarms. Deshalb kommt es durch lokale Störungen und Entzündungen auch zu einer Minderung der Abwehrkräfte im Organismus.
Die Schleimhaut des Dickdarmes ist das erste und wichtigste Verteidigungssystem gegen Giftstoffe. Erst an zweiter Stelle folgen Leber, Nieren, Lymphe, Lunge und die Hautoberfläche.


Nur der gesunde Dickdarm mit einer gesunden Bakterienflora kann selbständig die Vitamine Biotin, Folsäure, Nicotinsäure und Vitamin K bilden. Und nur die gesunde Schleimhaut ist befähigt, krankmachenden Toxinen das Eindringen zu verwehren und gleichzeitig Spurenelemente und Mineralstoffe zu resorbieren.

Der Therapieablauf

Bei der Colon-Hydro-Therapie liegt der Patient bequem in Rückenlage auf einer Behandlungsliege. In Seitenlage wurde vorher ein Kunststoffröhrchen, ähnlich einem Proctoskop, eingeführt. Über dieses Rohr fließt Wasser mit unterschiedlichen Temperaturen in den Darm ein. Über ein geschlossenes System werden das Wasser und der gelöste Darminhalt durch einen Abflußschlauch geleitet. Das geschlossene System verhindert, daß weder für den Patienten noch für den Therapeuten unangenehme Begleiterscheinungen (Gerüche etc.) entstehen. Mit einer sanften Bauchdeckenmassage können Problemzonen ertastet und Verhärtungen von den Darmwänden gelöst werden. Die Massage beginnt in der linken unteren Bauchpartie und setzt sich nach kranial fort, entsprechend dem Dickdarmverlauf bis zum rechten Unterbauch.
Die auflösende Wirkung des Wassers und die Temperaturreizung des Darmes bewirken, daß dieser wieder zu arbeiten beginnt und aus eigener Motorik den angesammelten und stagnierten Darminhalt weiter befördert. Gegen Ende der 45- Minuten-Behandlung perlt für 10 Minuten medizinischer Sauerstoff in hoher Menge mit dem Wasser in den Dickdarm. Diese Sauerstoffzufuhr gibt den gesunden Darmbakterien neue Nahrung, während den pathogenen Anaerobiern der Lebensraum entzogen wird. Dadurch werden in kurzer Zeit die Vitaminsynthese und das darmassozilerte Immunsystem gebessert.

Die Colon-Hydro-Therapie verbessert durch die Entlastung die intestinale Blutzirkulation. Auch eine diuretische Wirkung ist besonders bei chronischen Nierenpatienten und bei Stauungszuständen zu beobachten. Es kommt zur teilweisen Wasserresorption, das intravasale Volumen erhöht sich, und die Diurese in den Nieren wird gefördert. Außerdem können so vermehrt Toxine ausgeschieden werden.

Normalerweise erzeugt die Colon-Hydro-Therapie keine Schmerzen oder Krämpfe und wird von den Patienten als an genehm und wohltuend empfunden.
Durch ein Sichtfenster kann das rückfließende Wasser mit dem gelösten Darminhalt beurteilt werden. Es werden oft Nahrungsreste ausgespült, die zuletzt vor Wochen und Monaten gegessen wurden. Ebenso sind sehr oft Kotsteine zu beobachten.

Das verwendete Schlauchsystem ist Einwegmaterial, um Kontaminationen durch vorhergehende Behandlungen auszuschließen.

Indikationen

Die Hydrotherapie des Colons hat sich bei folgenden lokalen Krankheitsbildern als günstig erwiesen:

Akute und chronische Verstopfung, Reizdarm, Durchfall, atonisches Colon, spastisches CoIon, Hämorrhoiden leichteren bis mittleren Grades, Parasiteninfektion, chronische Darmblähungen, Divertikulitis, Colitis in der schubfreien Zeit.

Eine weitere Indikationsgruppe stellen die Auswirkungen der Autointoxikation (Selbstvergiftung) dar: Rheuma, allergische Erkrankungen, Depressionen, Asthma bronchiale, Hyper- und Hypothermie, chronische Prostatitis. Eine entscheidende Indikation ist die Leberentgiftung. Eine unterstützende Behandlung erfolgt zur Entgiftung bei Suchtkrankheiten.